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Sport und Begegnung

Sport und Begegnung auf Augenhöhe

Kann man sich im Sport locker begegnen oder stehen sich im Sport vielmehr zwei Gegner bzw. zwei Fremde gegenüber? Diese Frage stand ganz am Anfang unserer Überlegungen zur Frage: Wie können wir Flüchtlinge, DGler, Lehrer, Vereinssportler und Studenten auf Augenhöhe zusammenbringen, um einander kennenzulernen, voneinander zu lernen und miteinander zu kooperieren? Fußball als Teamsportart und weltweit praktizierter Breitensport bot sich dafür an. Nach den ersten beiden Treffen, an denen zwar Lehrer und Schüler des DG teilnahmen, aber weder Flüchtlinge noch Studenten eintrafen, mussten wir erkennen, dass guter Wille und Mundpropaganda allein nicht ausreichen, um so verschiedene Gruppen an einen Tisch bzw. eine Halle zu bringen. Der Blick hinter die Kulissen zeigte uns vielmehr, wodurch das Leben vieler Menschen primär geprägt ist. Nicht zu wissen, ob man weiter in Bamberg bzw. Deutschland bleiben darf, kurzfristige Umsiedlungsprojekte der Staatsregierung, die existentielle Wichtigkeit von Deutschkursen, mangelnde Motorisierung der Teilnehmer sind Aspekte, die ein Sportprojekt zum Erliegen bringen können, auch wenn jemand noch so gerne Fußball spielt. Die Vermittlung von Offenheit auch für neue Kulturen spielt auch für die Vereine eine große Rolle, denn durch das zeitliche Pensum im G8 fehlt ihnen zunehmend der Nachwuchs. Grund genug für die Vereine goolkids und FV 1912 ihre Schützlinge zu aktivieren. Grund genug, um die sozialen Plattformen von „Freund statt fremd“ zu nutzen, denn auch wir als Schule können nur Vorurteile abbauen, indem wir lernen, sie zu verstehen und sie zu hinterfragen. Grund genug für einige Lehrer und Schüler, den Sport als Begegnungsmöglichkeit zu nutzen, um im Anschluss den eigenen Horizont bei Plätzchen und Kuchen zu erweitern. Oder hättest du gewusst, dass man in Äthiopien vier Wochen vor Weihnachten Fastenzeit hält? Wäre es dir bewusst, dass mancher noch nie Maroni in der Vorweihnachtszeit gegessen hat? Dass Lebkuchen Gewürze verwendet, die man in dieser Kombination in Afrika nicht kennt? Dass man super Fußball spielen kann, ohne jemals in einem Verein gewesen zu sein? Dass es besonders Spaß macht, gegen seine eigenen Lehrer zu gewinnen? Dass Teamfähigkeit heißt, in deiner Gruppe auch an die Schwächsten abzugeben? Sind wir uns dadurch im Sport begegnet? Sind wir uns auf Augenhöhe begegnet? Schaut man sich die Fotos des dritten Treffens an, dann kann man das sicher mit einem klaren „ Ja!“ beantworten. Ist das ein Projekt mit Zukunft? Nun, eine Einladung als Mannschaft an einem gemischten Fußallturnier mit Flüchtlingen, Menschen der Lebenshilfe, anderen Schulen und Vereinen steht zumindest bereits.

Claudia Losgar



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