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„Da wird doch der Hund ...

"Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt"
Hinter diesem merkwürdigen Titel, bei dem viele zunächst mal nur Bahnhof verstehen dürften, verbirgt sich eine denkwürdige Veranstaltung mit dem Germanisten und Schriftsteller Rolf-Bernhard Essig am DG. Auf hemdsärmelige und  ausgesprochen unterhaltsame Weise entführte er am 11. April 2016 unsere Sechstklässler in die wunderbare Welt der Redensarten und Sprichwörter. Indem er sich zunächst von einem Schüler an der Nase herumführen ließ und dann einen anderen auf den Arm nahm, erkannte man schnell, wie Sprichwörter
 

unsere tägliche Kommunikation prägen, ohne dass wir dies auf dem Schirm hätten. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs. Insgesamt, so Essig, gibt es im Deutschen etwa 300 000 Sprichwörter und Redensarten, die sich aus den unterschiedlichsten Quellen speisen – aus dem römischen Recht, der griechischen Mythologie, den bäuerlichen Lebensweisheiten oder der Bibel. In einer Lesung aus seinem Buch „Alles für die Katz“ stellte Essig mehrere lustige Geschichten rund um Redensarten vor, so zum Beispiel auch die Eulenspiegelgeschichte, in der dieser den Hund eines Bierbrauers mit Namen „Hopf“ in die heiße Sudpfanne der Brauerei warf, wodurch sich
 

der zornige Brauer zu obigem Ausruf hinreißen ließ. Unter anderem erfuhren die Schüler, was es mit dem „Muffensausen“ vor einer Prüfung auf sich hat (wird hier nicht verraten, weil unanständig), dass man noch nie Pferde hat kotzen sehen, weil ihr Darm nur eine Richtung kennt, dass die Stimmung bei -273,15 °C tatsächlich den absoluten Nullpunkt erreicht hat  und warum ein Problem, von dem man nur die Spitze des Eisbergs sieht, sehr bedrohlich ist.  Anschließend konnten die Jugendlichen die Katze – und einige andere Tiere – aus dem Sack lassen, Sprichwörter zu ihnen finden und sie sich vom „Sprichwortdoktor“ erklären lassen. Ob dumm wie ein
 

Esel oder mit Frosch im Hals, ob einem ein Bären aufgebunden wird oder die Maus den Faden am Spinnrad abbeißt, nie war der geborene Hamburger Essig um eine Antwort verlegen oder schaute wie a Aachala wenns bliddsd. Dass er dabei nie den roten Faden verlor – und zwar nicht den, mit dem die englische Marine ihre Taue vor Diebstahl schützte – versteht sich von selbst. Einige Fragen der Schüler zur harten, aber abwechslungsreichen Tätigkeit  des Schriftstellers, der frei wie ein Vogel ist und sich seine Brötchen nicht nur am Schreibtisch, sondern auf Vortragsreisen, im Radio oder durch Ausstellungen verdient, rundeten einen ebenso unterhaltsamen wie lehrreichen Montagmorgen ab. Und auch dafür, dass Herr Essig sich nicht lumpen ließ und der Unterstufenbibliothek des DG neben dem Buch „Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt“ auch sein Sachbuch „Wann ist ein Held ein Held?“ schenkte, sei ihm an dieser Stelle ganz herzlich gedankt!

Ulrich Steckelberg



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