StartseiteSchulprofilSchulfamilieFachbereicheService
Sie sind hier   » Schulprofil » Wahlunterricht » Theater » Oberstufentheatergruppe » Reigen (2014/2015)
 

Arthur Schnitzler // Reigen (2014/2015)

Arthur Schnitzler // Reigen (2014/2015)
Leitung: Dominik Stoecker / Ludwig Bieger

Einladung zu den 59. Bayerischen Schultheatertagen in Schwabach - unsere fünfte Nominierung!





Inhalt

Was im "Reigen" an die Stelle der Liebe tritt, "ist nicht tödlich, sondern ein armseliges, widerrrufliches Sterben in kleinen Portionen bei lebendigem Leib" (Hans Weigel, 1964).

In Schnitzlers Stück wird in zehn Dialogen die Annäherung zwischen je einem Mann und einer Frau aus teilweise unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten beschrieben. Das gegenseitige Umwerben endet jeweils im Geschlechtsakt, woraufhin eine(r) der beiden die Szene verlässt, um mit einem anderen Partner denselben Kreislauf zu vollziehen. Die Motive des Umwerbens sind im Kern immer geprägt von den jeweiligen Heilserwartungen (von der Lust auf ein Abenteuer bis hin zur Hoffnung auf gesellschaftlichen Aufstieg etc.), welche enttäuscht werden. Sie formieren, wie Georg Hensel von der FAZ sagte, einen "Tanz mit den immerwährenden drei Schritten: Gier, Genuss und Kälte - einen Totentanz des Eros".

Konzept
Für die Gruppe und uns Spielleiter stellt sich die Frage unseres Bezugs zu dem Stück und daraus folgend nach dessen Umsetzung. Beides ist abhängig vom Kernthema des Stücks, welches für uns die jeweilige Erwartungshaltung und, daraus folgend, deren zwangsläufige Enttäuschung ist. Die Schüler sollten sich im nächsten Schritt selbst in ihrer Haltung zu den angeführten Charakteren und zu dem Thema grundsätzlich erforschen. Es stellte sich heraus, dass die Verköperung zeitlich sehr ferner Figuren im realistischen Spiel wenig überzeugt, weil das Thema den Schülern fremd bleibt, solange es im Wien der 1920er Jahre verankert ist. Zudem ist das Stück, einmal begonnen, in seinem Verlauf sehr erwartbar, so man der Textgestalt folgt.
Deshalb fanden wir zu einer Form weitgehend textlosen Spiels, basierend auf Elementen des Körper- und Tanztheaters. Dabei ging es um den Versuch, die Grenzen, an die uns der Text führt und die uns die 'normale' textgebundene Inszenierung setzt, mit anderen Theaterformen zu überwinden. Auf der Basis der oben erwähnten Selbstbefragung sollten dabei die körperlichen Ausdrucksformen geschärft werden.
Der Zuschauer erfährt also im ersten Teil unserer Konzeption das Kernthema nur optisch und akustisch, statt Text nachzuvollziehen. Die Musik illustriert das in der jeweiligen Szene vorliegende Grundgefühl, soll es aber nicht ersetzen, weshalb wir versuchen, dieses Grundgefühl zunächst spielerisch darzustellen. Erst im zweiten Teil des Stücks werden zwei Szenen gespielt und vor dem Hintergrund dieser Szenen werden die anderen Szenen ins Spiel gebracht, um das im Prinzip Austauschbare der Personen und die Hoffnungslosigkeit einer von Erwartungen gesprägten Annäherung vor Augen zu führen.










Es spielen:
Lea Kröckel
Marie Langheinrich
Anna-Lena Pager
Emilia Schramm
Teresa Wachter
Mark Bunte
Andreas Heer
Vitali Knjazkow
Philipp Schabacker

Technik/Assistenz:
Matthias Bickel / Maxim Himmelspach / Michael Konienczny
Jakob Popp / Tim Wilke / Eva Friedmann / Brittney Lewis / Annika Schmidt

Regie:
Dominik Stoecker / Ludwig Bieger

Dauer:
50 Minuten

Aufführungen:
8./9./.10. April 2014, DG-Mehrzwecksaal, 19:30 Uhr
18. April 2015, E.T.A.-Hoffmann-Theater, 17:00 Uhr (21. Bamberger Schultheatertage)
28. Juli 2015, Markgrafensaal Schwabach, 19:00 Uhr (59. Bayerische Schultheatertage)

E.T.A.-Hoffmann-Theater 18. April 2015, Großes Haus
Markgrafensaal Schwabach 28. Juli 2015

Kritik
(Andreas Thamm)
Kritik (Rudi Stangl)


« zurück Kontakt | Termine | 50 Jahre DG | Suche | Impressum | Moodle | Best of nach oben