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Roma Segreta

Am 18.11.2016 hielt Hr. Kotschenreuther einen Vortrag zum Thema „Roma Segreta“. 
Das bedeutet „geheimnisvolles Rom“ oder „Rom, wie es nicht im Reiseführer steht“. Eingeladen waren vor allem Lateinschüler von der 10. Klasse bis zur Q12, natürlich durfte auch das W-Seminar „Reiseführer Rom“ nicht fehlen. Auch zahlreiche Kolleginnen und Kollegen waren der Einladung gefolgt. Viele Jahre lang war Hr. Kotschenreuther, der in Nürnberg Latein und Englisch unterrichtet, in Rom mit Schulklassen unterwegs. Und irgendwann einmal wurde es ihm zu langweilig, immer dieselben Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Er begann damit, sich abseits der ausgetretenen Pfade umzusehen. Dabei hat er bereits eine Menge von hochinteressanten Stätten entdeckt und laufend kommen neue Funde dazu. Das Besondere an Rom ist ja, dass hier 2700 Jahre lang gebaut worden ist. Was bedeutet, das man im Untergrund immer auf teilweise erstaunliche Reste von Gebäuden und Straßen aus der Römerzeit stößt.
Wenn Hr. Kotschenreuther über Rom spricht, dann kommen auch gute Kenner dieser Stadt aus dem Staunen nicht heraus. Fast alles, was er anspricht, hat man noch nicht gesehen! Erfreulich, dass Hr. Kotschenreuther diese Informationen nicht für sich behält, sondern vor ganz unterschiedlichem Publikum Vorträge hält, die nicht nur fachlich hochinteressant sind, sondern auch kurzweilig vorgetragen werden und durch selbst erstellte Photos umfasssend illustiert sind. Dazu kommt ein Skript mit allen wesentlichen Informationen, so dass es kein Problem ist, beim nächsten Rombesuch genau diese Orte aufzusuchen. Vom Inhalt hier nur drei Punkte:
So konnten wir z.B. erfahren, dass in der Kirche Santa Maria in Cosmedin nicht nur der berühmte Bocca della Verità zu sehen ist, sondern dass sich dort neben dem Heiligen Valentin auch eine Krypta befindet.
Viele Rombesucher schauen sich das Ghetto an (u.a. Porticus der Octavia), die meisten werden allerdings achtlos an der Inschrift der Casa di Lorenzo Manilio vorbeigegangen sein. Auf den ersten Blick sieht sie wie eine Römische Inschrift aus. Bei genauerem Hinsehen entdeckt man aber, dass sie aus der Zeit der Renaissance stammt. Das Skript von Hr. Kotschenreuther liefert nicht nur die genaue Adresse, sondern auch den Text der Inschrift mit Übersetzung. Dabei interessiert sich Hr. Kotschenreuther für alle Epochen. Jeder Rombesucher ist schon über den Corso gegangen, aber wer war schon in der Galeria Sciarra? Es handelt sich hierbei um eine riesige Einkaufspassage aus der Zeit des Jugendstil. Natürlich weist Hr. Kotschenreuther auf das Bildprogramm des Innenhofes hin, in dem es um einen Katalog weiblicher Tugenden in Verbindung mit Zitaten von Vergil und Horaz geht. Und im Skript finden sich dann die entsprechenden lateinischen Texte mit ihrer Übersetzung.
Wohl keine Stadt der Welt bietet so viel Sehenswürdigkeiten, wie Rom. Es war ein ganz großer Glücksfall einem so einmaligen Kenner der ewigen Stadt zuhören zu dürfen! Dem Referenten einen ganz herzlichen Dank!
Für die Fachschaft Latein
Peter Kalden 


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