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Geschichte der Schulpsychologie

Die Gründung und Einrichtung sog. „Schulpsychologischer Dienste" geht in Deutschland auf die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg zurück. In Anlehnung an Vorläufer aus der Weimarer Republik, aber auch an Modelle aus Großbritannien, der Schweiz und den Vereinigten Staaten von Amerika, entstand bereits im Jahre 1945 die erste dieser Beratungsstellen mit den Namen „Schülerhilfe" in Hamburg. Die in diesen Institutionen tätigen Mitarbeiter entwarfen im Auftrag von Bildungsbehörden vorerst Testinstrumente zur Auslese und Klassifikation von Schülern für höhere und weiterführende Schulen, wobei dann aber in Deutschland allmählich die persönliche Beratung des Klienten in den Vordergrund rückte.
Um nun diese Beratungsaktivitäten auch professionell und institutionell in unser Schulsystem zu installieren, wurde im Zuge der neuen Lehramtsausbildung vor etwa 30 Jahren die Möglichkeit geschaffen, an mehreren bayerischen Universitäten (Bamberg, Eichstätt, Erlangen, München) das Fach „Psychologie mit schulpsychologischem Schwerpunkt" für alle Schularten zu studieren. Die in diesem Zusammenhang relevante und richtungweisende Definition des wissenschaftlichen Fachs und seiner schulinternen Anwendungsmöglichkeiten lautet wie folgt: „Unter Schulpsychologie versteht man innerhalb des bayerischen Schulsystems ab 1982 eine angewandte Psychologie im Raum der Schule, die in dem Rahmen, den der .Richtlinien-Erlaß' definiert, durch einen nach der Lehramtsprüfungsordnung ausgebildeten Fachmann, nämlich den Schulpsychologen, ausgeübt wird, und dessen Beratungspartner Schüler, Eltern, Lehrer und Behörden sind."

Der mit dem 1. und 2. Staatsexamen abzuschließende Studiengang ist also geprägt von einer sowohl streng wissenschaftlichen als auch praktischen Ausbildung, die sich, immer gekoppelt mit mindestens einem weiteren Fach als Unterrichtsfach, in etwa acht bis zehn Semestern vollzieht. Der später z.B. im Gymnasium zum Einsatz gelangende Schulpsychologe hat dann die verantwortungsvolle Aufgabe, Ratsuchenden au allen Gruppen der Schulgemeinschaft weiterzuhelfen, Lerntrainings und Förderkurse auf allen Schulstufen durchzuführen, in der Oberstufe Psychologie zu unterrichten, Öffentlichkeits- und Elternarbeit zu leisten, die Kollegen über psychologische und pädagogische Themenkreise fortzubilden und  Systemberatung vorzunehmen, d.h. das Kollegium und die Schulleitung bei der Entwicklung zukunftsweisender schulischer Konzepte zu unterstützen. Der Schulpsychologe unterliegt in diesem Zusammenhang bei all seinen Tätigkeiten, insbesondere der Einzelfallberatung, der gesetzlich geregelten Schweigepflicht, die das „Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus" wie folgt differenziert definiert: „Der Schulpsychologe hat über die ihm bei seiner dienstlichen Tätigkeit bekanntgewordenen Angelegenheiten Verschwiegenheit zu bewahren. Die bei der schulpsychologischen Tätigkeit anfallenden Daten unterliegen strenger Vertraulichkeit. Die Verpflichtung des Schulpsychologen erstreckt sich ebenso auf den einzelnen Schüler und dessen Eltern wie auf die jeweilige Gemeinschaft innerhalb der Schule. In einzelnen,, besonders gelagerten Fällen, z. B. bei Drogenmissbrauch, entscheidet der Schulpsychologe nach pflichtgemäßem Ermessen über eine Mitteilung von Tatsachen, die ihm in der Beratung bekanntgeworden sind, innerhalb der betreffenden ihm zugeordneten Schule. Er hat dabei unter Berücksichtigung der erzieherischen Arbeit der Schule, zwischen den schutzwürdigen Interessen des einzelnen Schülers und den Interessen der übrigen Schüler abzuwägen. Die Intimsphäre des Schülers und des Elternhauses ist zu achten."
Unter strenger und verantwortungsvoller Einhaltung dieser Richtlinien wird der Schulpsychologe diagnostisch und beraterisch dann vor allem bei Lern- und Leistungsstörungen, Aufmerksamkeits- und Konzentrationsschwierigkeiten, Prüfungs- und Schulangstsymptomen, Motivationsproblemen, Lehrer-Schüler-Elternkonflikten und - in Zusammenarbeit mit dem Beratungslehrer -  bei Fragen der Schullaufbahnberatung tätig werden.



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