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Lernen in Frankreich… Schüler der 9. und 10. Klassen in Rodez
 

Dem zweijährigen Rhythmus folgend fand in diesem Schuljahr erneut der Schüleraustausch des Dientzenhofer-Gymnasiums mit dem Lycée Foch in Rodez statt. 28 Schülerinnen und Schüler insbesondere der Klassen 10b und 9a machten sich am 29. September auf die 1200 Kilometer lange Reise in die französische Partnerstadt von Bamberg.
Die modernen Kommunikationsmittel ermöglichten es, dass sich die jeweiligen Austauschpartner schon im Vorfeld etwas kennengelernt hatten. Dennoch waren Nervosität und Neugierde nicht unbeträchtlich, als man sich dann persönlich gegenüber stand, galt es doch zunächst, alleine und ohne die schützende Klassengemeinschaft das bevorstehende Wochenende in den Gastfamilien zu verbringen. Jetzt war die praktische Anwendung der im Unterricht erworbenen Fremdsprachenkenntnisse nötig und hilfreich, um ins Gespräch zu kommen, von sich zu erzählen oder Unbekanntes zu erfragen.
Das Wochenende führte manche mit ihren französischen Familien bis an das nicht allzu ferne Mittelmeer oder in die sich in die Kalkplatten der so genannten Causses eingefurchte Tarnschlucht. Andere entdeckten die Schönheiten der Altstadt von Rodez und waren am Abend im „Bowling“ zu sehen.
Am Montagvormittag traf man sich zu Unterrichtsbeginn an der Schule, wo die Gruppe vom Schulleiter M. Lacchini und seinem Stellvertreter herzlich empfangen wurde. Eine Führung durch das dreistöckige Schulhaus und das ausgedehnte Schulgelände schloss sich an. Eine weitere neue Erfahrung war das gemeinsame Mittagessen in der Schulmensa, in der täglich mehrere hundert Mahlzeiten zubereitet und verteilt werden. Da das Lycée Foch auch von vierhundert Internatsschülern besucht wird, bietet die Kantine natürlich auch Frühstück und Abendessen.
Den Mittelpunkt der Altstadt von Rodez bildet die Kathedrale Maria Himmelfahrt, die sich weithin sichtbar auf der höchsten Stelle einer Felskuppe erhebt. Besonderen Wert legte der Stadtführer auf die modernen Glasfenster, die teils sehr konkret beispielsweise die Mühen der Frauen während des Zweiten Weltkriegs darstellen, teils auf sehr abstrakte Art die vier Elemente Wasser, Feuer, Luft und Erde in farbige Lichtspiele übersetzen.
Im Rathaus von Rodez wurde die deutsch-französische Gruppe von einem der Stellvertreter des Bürgermeisters herzlich willkommen geheißen. Charmant und in gutem Französisch bedankte sich ein Vertreter der Schüler.
Die außergewöhnlich warmen frühherbstlichen Temperaturen luden zu sportlichen Aktivitäten ein. Madame Nitze, die Deutschlehrerin der französischen Partner hatte einen gemeinsamen Ausflug organisiert, der in einem Klettergarten begann, dessen Parcours in luftiger Höhe es mit Geschick und Kraft zu überwinden galt. Die sich anschließende Besichtigung der Keller von Roquefort, wo bei einer gleichbleibenden Temperatur von acht Grad der köstliche Schimmelkäse reift, verleitete nicht wenige zu einer Kostprobe und zum Kauf eines geschmackvollen Mitbringsels für ihre Eltern. Den Abschluss des Tages bildete die Fahrt über den Viaduc de Millau, die höchste Autobahnbrücke der Welt, die auf einer Höhe von über 300 Meter und einer Länge von 2,5 Kilometer das Tarntal überspannt.
Der Mittwochvormittag war ausschließlich schulischen und unterrichtlichen Belangen gewidmet. Die deutschen Schüler lernten durch das Hospitieren in verschiedenen Schulfächern den in äußerster Disziplin ablaufenden Frontalunterricht französischer Schulen kennen, stellten ihr Sprach- und Ausdrucksvermögen in einem benoteten Lesewettbewerb unter Beweis und probten mit Eifer Sketche und andere Darbietungen für den gemeinsam mit den Gastfamilien gefeierten Abschlussabend. Das mehr als einstündige Programm, das die Schülerinnen und Schüler des DG in französischer Sprache präsentierten, war ein eindrucksvoller Erfolg, gerade auch trotz manch unfreiwilliger Komik seitens der Akteure.
Einer der schönsten und eindrucksvollsten Plätze Frankreichs ist die romanische und als Weltkulturerbe klassifizierte Abteikirche von Conques. Den ausdrucksstarken und das Weltgericht darstellenden Tympanon über dem Westportal der Kirche veranschaulichte Bruder Jean-Daniel, einer der fünf hier lebenden Prämonstratensermönche. Das der heiligen Fides geweihte Gotteshaus ist von alters her und bis heute eine der berühmtesten Etappen der Pilger auf dem Jakobsweg, dem an diesem Donnerstag auch die Schüler des DG auf einer Wanderung ein kurzes Stück folgten.
Nach einer knappen Woche fiel der Abschied von Rodez nicht leicht, hatte man sich doch schon gut eingewöhnt und an Sprache und Kultur angepasst. Die begleitenden Französischlehrkräfte Frau Cayé und Herr Wick waren voll des Lobes über ihre stets interessierten und „wohl erzogenen“ (so Frau Nitze) Schülerinnen und Schüler.
Die wichtigste Erkenntnis, so eine Schülerin, ist die Erfahrung, dass man sich trotz fehlender Vokabeln und unsicherer Grammatik auch mit Händen und Füßen verständigen kann, vorausgesetzt man traut sich…
Der Gegenbesuch der französischen Schüler lässt nicht auf sich warten. Bis zum 9. Dezember bleiben nur noch wenige Wochen…                                            

rw 7.10.2011






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