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Jean Anouilh: Jeanne oder Die Lerche (2001)

Jeanne oder Die Lerche (französischer Originaltitel: L’Alouette für die Lerche)
Theaterstück von Jean Anouilh.

Daniel Stenglein, Simone WittmannIn seiner erfolgreichsten Schaffenszeit – zwischen 1946 und 1959 war es schon fast Usus, die Pariser Theatersaison mit einem neuen Stück Anouilhs zu eröffnen - wendet sich der Dramatiker 1953 dem französischen Nationalstoff der Jeanne d’Arc zu. Wie Bertolt Brecht in seinem auf einem Hörspiel Anna Seghers' basierenden "Der Prozess der Jeanne d’Arc zu Rouen 1431" nimmt Anouilh die Gerichtsverhandlung gegen Johanna von Orleans zum Ausgangspunkt seines Dramas. Doch wo Brecht geradezu doku-mentarisch arbeitet, lässt Anouilh ein burleskes Spiel seinen Lauf nehmen, das immer wieder zu erkennen gibt, dass man sich im Theater befindet.

Handlung

Im Rahmen der Gerichtsverhandlung werden einzelne Etappen des Lebens Jeannes nachgespielt – das Verlassen der Eltern, das Treffen mit Baudricourt, die Begegnung mit dem Dauphin und – später – König Charles. Die Bearbeitung des Johanna-Stoffes durch George Bernhard Shaw (in: „Die heilige Johanna“) hat deutliche Spuren in Anouilhs Variante hinterlassen, bei der Auswahl der Einzelszenen wie auch deren Ausgestaltung und bei der Anlage der Charaktere. So ist bspw. der Gerichtsvorsitzende Cauchon wie bei Shaw im Grunde seines Herzens ein gütiger Mann, der versucht Jeannes Leben zu retten, und auch die Figur des englischen Adeligen Warwick offenbart deutliche Parallelen. Im Gegensatz zu Shaws Johanna ist die Jeanne Anouilhs aber keine vor Selbstbewusstsein strotzende, beinahe unerschütterliche Frau, Nina Graf, Florin Braunreuther, Mona Bahr, Daniel Stenglein, Simone Wittmannsondern ein besonders dem Menschlichen zugewandtes Mädchen, dem Egoismus fremd ist und die das kriegerische Töten abschreckt. Ein bemerkenswerter Bruch mit dem so angelegten Charak-ter ist dann auch der Widerruf des Geständnisses, den Jeanne nur begeht, weil sie sich vor dem Altern und dem Abrutschen in die Mittelmäßigkeit fürchtet. Hierbei erin-nert Jeanne starkt an Anouilhs Antigone, deren Wahl des Todes allerdings von Anfang an in ihrem Charakter ange-legt ist. Die zum Teil frappierenden Ähnlichkeiten mit „Antigone“ (so ist z. Bsp. die Figur des Cauchon nahezu deckungsgleich mit dem Kreon in „Antigone“) hat dem Stück einige Kritik eingebracht.
(Wikipedia)
 
Nadine Weiß, Julia Wittmann


















Die Personen und ihre Darsteller

Jeanne - Nadine Weiß, KS 13
Cauchon - Florian Braunreuther, KS 13
Der Ankläger - Julia Wittmann, KS 13
Graf Warwick - Michael Wende, 11c
Beaudricourt - Oliver Diller, KS 13
Der Inquisitor - Reinhard Wolf, KS 13
Charles - Daniel Stenglein, 10b
Agnes - Simone Wittmann, 11e
Die Königin Yolande - Mona Bahr, 11e
Die kleine Königin - Sandra Patzelt, 8b
Der Erzbischof - Simone Dettelbacher, 10a
La Trémouille - Michael Dorscht, KS 12
Bruder Ladvenu - Nina Graf, KS 13
Jeannes Vater - Simon Kuchenreuter, KS 12
Jeannes Mutter / Der Page des Königs - Romy Böttger, 9c
Jeannes Schwester / Der Henker - Johanna Spöckner, 9e
Der Wächter Boudousse / Soldat - Isabel Gonzalez, 9e
Der Mann aus dem falschen Stück - Matteo Neustadt, KS 13

Souffleuse: Katrin Bullmann, 9c
Licht: Johannes Göller, 10b

Spielleitung: Jutta Schwarz / Ludwig Bieger




 



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