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Bertolt Brecht: Der gute Mensch von Sezuan (1999)

Der gute Mensch von Sezuan ist ein 1938–1940 unter der Mitarbeit Ruth Berlaus und Margarete Steffins entstandenes Theaterstück Bertolt Brechts, das am 4. Februar 1943 am Schauspielhaus Zürich unter der Regie von Leonard Steckel uraufgeführt wurde und 1953 in gebundener Form erschien.

Es ist geradezu ein Musterbeispiel des epischen Lehr-theaters Brechts, aus dem sämtliche Elemente der klassischen Dramentheorie verbannt wurden. Auch die Thematik des Stückes ist typisch für Brecht. Unter an-derem sind Religions- und Kapitalismuskritik sowie eine Infragestellung der bürgerlichen Aufklärung bestim-mende Aspekte des Stücks.
Matthias Weismantel (1. Gott), Ferdinand Uhl (3. Gott)







Die Erzählung spielt in der chinesischen Provinz Sezuan (Sichuan), ist jedoch als Parabel zu verstehen, was be-deutet, dass Sezuan stellvertretend für alle Orte steht, an denen Menschen von Menschen ausgebeutet werden.



Simon Schubert (Wang), Drei Götter: Matthias Weismantel, Ferdinand Uhl, Benjamin Aas
Handlung


In der chinesischen Provinz Sezuan besuchen drei Göt-ter die Erde, um in einer von Egoismus geprägten Ge-sellschaft gute Menschen zu finden, was sich als unmög-lich erweist. Sie wollen beweisen, dass man gut sein und dennoch leben kann.

Erst bei der Prostituierten Shen Te werden die drei Götter fündig. Sie nimmt persönliche Nachteile in Kauf, um anderen zu helfen, und bietet den drei Göttern ein Nachtquartier. Als sie am nächsten Morgen von ihren großen Geldsorgen berichtet, bezahlen die Götter für ihr Nachtquartier ein kleines Vermögen. Mit dem kleinen Vermögen ersteht Shen Te einen kleinen Tabakladen, um nicht mehr der Prostitution nachgehen zu müssen.

Somon Schubert (Wang), Matthias Weismantel (1. Gott), Ferdinand Uhl (3. Gott)Als Gegenleistung für das kleine Vermögen verspricht Shen Te den Göttern, sich in Zukunft nur noch redlich und gut zu verhalten, was sich allerdings in der kapitalisti-schen Gesellschaft zunehmend als schwierig herausstellt, da ihr selbstloses Engagement für die Armen und Ver-nachlässigten sehr schnell sämtliche finanziellen Reserven aufbraucht und schließlich zum Verlust des Tabakladens führt.

Um dem Anspruch der Götter, „gut zu sein und doch zu leben“, gerecht zu werden, schlüpft sie in die Rolle ihres imaginären Vetters Shui Ta, um durch Rücksichtslosigkeit ihre Existenz zu retten und als Shen Te weiterhin zu helfen. Als sie jedoch abermals um ihre Existenz betrogen und zugleich schwanger wird, setzt sie im Interesse des ungeborenen Kindes wieder die Maske des Shui Ta auf und baut mit ausbeuterischen Methoden eine florierende Tabakfabrik auf. Als Shen Te monatelang nicht mehr auftaucht, wird vermutet, Shui Ta hätte sie umgebracht.

Feuerstein: AbendprobeUrs Pachale: BeleuchtungShen Te wird in der Maske des Shui Ta vor Gericht ge-stellt, das von den drei Göt-tern gebildet wird. Shen Te erkennt die drei Götter wie-der, gibt ihnen ihre wahre Identität preis und erzählt ihnen ihre Geschichte. Ob-wohl deutlich wird, dass der Anspruch der Götter, „gut zu sein und doch zu leben“, in dieser Welt nicht erfüllbar ist, ohne dass sich der Mensch in eine gute private und schlechte wirtschaftliche Persönlichkeit aufspaltet, ignorie-ren die Götter diese Erkenntnis. Das Ende bleibt offen, und der Zuschauer wird auf-gefordert, eine eigene Lösung zu finden, die im marxistischen Sinne nur in der Veränderung der Gesellschaft liegen kann.

(Wikipedia)

Die Personen und ihre Darsteller

Shen Te - Nadine Weiß, 11c
Der Vetter Shui Ta - Tatjana Weiß, KS12
Die Witwe Shin - Dorothea Koniszewski, KS13
Yang Sun, ein stellungsloser Flieger - Marc Hollfelder, KS13
Frau Yang, seine Mutter - Nina Graf, 11a
Der Wasserverkäufer Wang - Simon Schubert, KS12
Die drei Götter: Matthias Weismantel / Benjamin Aas, KS13 / Ferdinand Uhl, 5e
Der Barbier Shu Fu - Johanna Böttger, KS13
Die Frau - Yasmin Coban, KS12
Der Mann - Reinhard Wolf, KS12
Der Neffe - Daniel Stenglein, 8f
Der Schreiner Lin To - Florian Braunreuther, 11b
Der Polizist - Oliver Diller, 11b
Der Arbeitslose - Johannes Hild, 11b
Die Schwägerin - Simone Wittmann, 9e
Hinkender Mann - Matteo Neustadt, KS12
Die ältere Prostituierte - Johanna Böttger, KS13
Die junge Prostituierte - Simone Wittmann, 9e
Der Teppichhändler - Reinhard Wolf, KS12
Seine Frau - Yasmin Coban, KS12
Der Bonze - Matthias Weismantel

Saxofon: Benjamin Aas, KS13
Souffleur: Martin Gruner, KS13
Licht: Urs Pachale, KS13

Spielleitung: Jutta Schwarz / Ludwig Bieger






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