StartseiteSchulprofilSchulfamilieFachbereicheService
Sie sind hier   » Schulprofil » Wahlunterricht » Theater » Oberstufentheatergruppe » Ein Sklavenball (1996)
 

Ödön von Horváth: Ein Sklavenball (1996)

Der Dichter

Edmund (ungarisch "Ödön") Josef von Horváth, geboren 1901 in Fiume (heute: Rijeka) an der Adria als Sohn eines österreichischen Diplomaten. Ab 1919 Studium in München, 1924 Übersiedlung nach Berlin.
1930 - 32 Entstehung der vier großen Volksstücke Italienische Nacht, Geschichten aus dem Wienerwald, Kasimir und Karoline und Glaube, Hoffnung, Liebe, auf denen die Horváth-Rezeption bis heute im wesentlichen beruht. Durchgängiges Thema dieser „umgekehrte Volksstücke“ genannten Dramen ist der Bewusstseinszustand der - kleinbürgerlichen - Figuren. Allerdings vertritt Horváth kein konkretes politisches Programm; Parteien und Ideologien waren dem einzelgängerischen Moralisten allesamt suspekt.
Nach der Machtübernahme zunehmenden Anfeindungen der Nazis ausgesetzt, verlässt Horváth 1934 Berlin und lebt von da an in Pensionen und billigen Hotels, schreibt in Kneipen. Er hält sich in Wien, Salzburg, Budapest, Prag, Mailand, Zürich, Amsterdam und schließlich in Paris auf.
Dort wird der knapp Siebenunddreißigjährige auf den Champs-Elysées am Abend des 1. Juni 1938 von einem herabfallenden Ast erschlagen.

Inhalt


Es ist schon recht seltsam, was sich da im Hause des römisch-phönizischen Bankiers K.R. Thago zuträgt, sobald er seinem Besitz den Rücken gekehrt hat, um sich auf Kreta von den Strapazen seines Berufs zu erholen.
Nicht nur, dass ihm seine Sklaven ganz unverhohlen den Tod wünschen - ihrem Aufseher wird auch noch die Peitsche abgenommen, mit der er sie dafür züchtigen sollte! Schließlich geschieht auch noch die Ungeheuerlichkeit, dass sich Toxilus - bislang der pflichtbewusste Oberkammersklave und nun beauftragt, während der Abwesenheit seines Herrn Haus und Hof zu verwalten - in die blutjunge Ex-Hetäre Lemniselenis verliebt, was ihn ganz schnell vom Pfad der Tugend abweichen lässt. Denn K.R. Thago hat bei seiner Abreise kurzerhand verfügt, sie zurück auf den Sklavenmarkt zu schicken, damit sie nicht sinnlos durchgefüttert werden muss, und Toxilus setzt es sich in den Kopf, sie freikaufen zu wollen.
Doch woher soll ein mittelloser Sklave soviel Geld nehmen, wenn nicht ...? Zumal die Ware alles andere als billig ist!
Wie es angesichts solcher, den Göttern, kaiserlichem Recht und vor allem jeglichem Moralbegriff Hohn sprechenden Ereignissen dennoch zu einem Happy End und einem großen Ball kommen kann, zeigt die Theatergruppe des Dientzenhofer-Gymnasiums.



Die Personen und ihre Darsteller


Toxilus, Oberkammersklave - Christian Könes
Lemniselenis, eine Hetäre - Dorothea Koniszewski
Matrosa, deren Dienerin - Yasemin Çoban
Der Aufseher - Tatjana Weiß
K. R. Thago, ein punischer Bankier - Alex Weber
Idiotima, seine Tochter - Johanna Böttcher
Gloriosus, deren Gatte - Martin Gruner
Paegnium, ein Sklavenlausbub - Stefan Valdes-Tittel
Bagnio, ein entlaufener Sklave - Annegret Gardill
und seine Kumpanen: Franziska Schubert / Conny Wolf
Der Praetor von Pompeji - Harald Oechsler
Dordalus, ein Sklavenhändler - Julia Wittmann
Sklaven und Sklavinnen: Maren Funke / Nadine Weiß / Judith Vogt /
Julia Wittmann / Annegret Gardill / Franziska Schubert /
Conny Wolf / Tina Dietz / Nina Graf / Andrea Ender

Musik:
E-Gitarre: Harald Oechsler
Schlagzeug: Johannes Gotthardt

Ton: Marco Endres
Licht: Urs-Peter Pachale

Bühnenbild: Claudia Schierl / Sandra Vogt /
Sigrid Walter / Manuela Mohr

Souffleuse: Dana Franek

Spielleitung: Jutta Schwarz / Ludwig Bieger








« zurück Kontakt | Termine | 50 Jahre DG | Suche | Impressum | Moodle | Best of nach oben