StartseiteSchulprofilSchulfamilieFachbereicheService
Sie sind hier   » Schulprofil » Wahlunterricht » Theater » Oberstufentheatergruppe » Unsere kleine Stadt (1994)
 




Neuanmeldung am DG


Interne Evaluation

Die Links zur Internen Evaluation:

Elternfragebogen

Schülerfragebogen

Lehrerfragebogen
Thornton Wilder: Unsere kleine Stadt (1994)

Der Autor

Thornton Wilder wurde am 17. April 1897 in Madison, Wisconsin, als Sohn eines Zeitungsverlegers geboren, der als Generalkonsul nach Hong Kong und Shanghai ging. 1911-1912 besuchte er eine englische und deutsche Missionsschule in China, 1915-1920 amerikanische Colleges und Universitäten.
1920/21: Archäologische Studien an der amerikanischen Akademie in Rom.
1922 - 1925: Lehrer für Französisch in Lawrencehill, New Jersey.
1942 - 1945: Kriegsdienst als Offizier.
1950/51: Professor an der Harvard Universität.
Thornton Wilder erhielt für sein umfangreiches literarisches Werk zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem dreimal den Pulitzer-Preis und 1957 in Frankfurt/Main den Friedenspreis des deutschen Buchhandels. Er starb am 7. Dezember 1975 in Handen, USA.

Weitere Werke:
Die Brücke von San Luis Rey
Der achte Schöpfungstag
Theophilus North oder Ein Heiliger wider Willen
Dem Himmel bin ich auserkoren
Einakter und Dreiminutenspiele
Wir sind noch einmal davongekommen
Die Alkestiade

Unsere kleine Stadt ("Our town") erschien 1938.


Das Stück

Roman Christa (George), Nina Bauer (Rebekka)Es ist kaum bekannt, dass Thornton Wilder sein dreiakti- ges Schauspiel in Zürich geschrieben hat. In Deutsch- land wurde es erst nach dem Krieg bekannt.

Die Handlung ist einfach. Der erste Akt schildert das tägliche Leben in der amerikanischen Kleinstadt Grover's Corners im Staate New Hampshire am 7. Mai 1901. Der zweite Akt beginnt 1.000 Tage später und schildert die Heirat eines jungen Paares; wie diese Liebe begann, wird in einer großen Rückblende innerhalb dieses Aktes dargestellt. Der dritte Akt spielt im Sommer 1913 auf dem Friedhof der kleinen Stadt: Die junge Frau ist gestorben und geht zu den Toten, die auf der Bühne sitzen und dem Begräbnis zusehen; entgegen der Mahnung der Toten kehrt sie für einen Tag in ihr vergangenes Leben zurück; aber sie hält es nicht aus, mit dem Bewusstsein der Vergänglichkeit der Gegenwart zu leben, und sie fügt sie sich in das Schicksal tot, zu sein, das Leben in der kleinen Stadt zu vergessen und auf ein unbekanntes Neues dahindämmernd zu warten. Auch in diesem dritten Akt wird also eine Rückblende eingeschoben; schon längst Vergangenes wird noch einmal aus dem Gewesensein heraufgeholt und als etwas Gegenwärtiges dargestellt. Die Zeiten schichten sich im Spiel ineinander, und es bestünde die Gefahr, dass Verwirrung entstünde, wenn nicht eine Zentralfigur diese Umschaltung von dem Jetzt auf das Damals oder auf das Später ordnete.

Arzu Çoban (Erzählerin)Diese Zentralfigur ist die Spielleiterin. Sie begrüßt die Zuschauer und macht sie mit der Situation bekannt. Diese Spielleiterin weiß von Anfang an, wie das Spiel endet. Für sie ist alles, was auf der Bühne geschieht, zugleich Gegenwart, Vergangenheit oder Zukunft - ganz nach Belieben.
Dieser Durchbruch durch die Zeitgebundenheit hat eine ganze Reihe höchst sonderbarer Folgen. Zunächst wird klar, dass jeder einzelne Mensch unter den Milliarden Menschen, die vor ihm gelebt haben und die nach ihm kommen werden, nur etwas kaum fassbar Winziges ist. Zugleich damit wird aber auch sichtbar, dass angesichts der Unendlichkeit alle Unterschiede zwischen den Menschen einschrumpfen: Das, was den Menschen ihren Wert gibt, hat nichts mit Zeit und Ort, nichts mit sozialem Ansehen und politischer Bedeutung zu tun. Das eigentlich Menschliche ist völlig gleichgültig gegenüber der Frage, wann jemand gelebt oder welche Sprache ihn erzogen hat.

Weil das nun aber so ist, kann sich der Sinn des Menschenlebens auch im kleinsten Rahmen ganz erfüllen. Die Tiefe der großen Erlebnisse - Geburt, Lieben, Arbeiten, Sterben - ist unabhängig davon, ob das Publikum zuschaut oder nicht. Grover's Corners ist eine sehr durchschnittliche Stadt mit sehr durchschnittlichen Menschen; aber sie haben die gleiche Chance wie die berühmtesten Männer des Altertums oder die namhaftesten Frauen der Gegenwart. Wilder singt das Lob des Unscheinbaren; er beugt sich in liebevoller Ehrfurcht zu dem anspruchslosen Dasein der Unberühmten hinab.
(Gerhard Sanden)
 


Die Personen und ihre Darsteller


Die Spielleiterin -  Arzu Çoban, KS 12
Mrs. Gibbs - Türkmen Tezcan, KS 12
Dr. Gibbs - Christian Friedmann, KS 12
George Gibbs - Roman Christa, KS 12
Rebekka Gibbs - Nina Bauer, 9c
Mrs. Webb - Monja Buchatz, KS 12
Mr. Webb - Christian Gunzelmann / Marc Muschler, 10b
Emily Webb - Martina Andres, 8b
Willy Webb - Harald Oechsler, 8b
Joe Crowell Jun. / Si Crowell - Yasmin Çoban, 8d
Howie Newsome - Miriam Dorn, 9c
Polizist Warren - Alexander Brehm, 10c
Prof. Willard / Joe Stoddard - Stefan Dorscht, KS 12
Simon Stimson - Jadwig Hermanson, KS 13
Dame im Publikum / Mrs. Soames - Katharina Pilz, 9c
Herr im Publikum / Sam Craig - Torsten Lang, KS 12

Plakat / Programmheft: Christian Friedmann / Christian Gunzelmann / Türkmen Tezcan

Souffleuse: Rebekka Kraus, 9a
Beleuchtung: Holger Bernard, KS 12

Leitung: Christian Gunzelmann / OStR Ludwig Bieger


Bildschirmfotos aus dem VHS-Video
(zum Vergrößern anklicken)
 
Christian Friedmann (Dr. Gibbs)Christian Gunzelmann [+2010] (Mr. Webb)













Stefan Dorscht (Prof. Willard), Arzu Çoban (Erzählerin)Christian Gunzelmann [+2010] (Mr. Webb), Arzu Çoban (Erzählerin)













Martina Andres (Emily)Roman Christa (George)













Jadwig Hermanson (Simon Stimson)Roman Christa (George)













Arzu Çoban (Erzählerin)













Roman Christa (George), Christian Friedmann (Mr. Webb)













Türkmen Tezcan (Mrs. Gibbs), Christian Friedmann (Dr. Gibbs)Roman Christa (George), Martina Andres (Emily)













Christian Gunzelmann [+2010] (Mr. Webb), Martina Andres (Emily)













Katharina Pilz (Frau aus dem Publikum)Katharina Pilz (Mrs. Soames)













Ludwig Bieger














 




« zurück Kontakt | Termine | 50 Jahre DG | Suche | Impressum | Moodle | Best of nach oben