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Umweltbildungsseminar 2010

Staatssekretärin Melanie Huml besucht das Umweltbildungsseminar in Schney

Hohen Besuch aus der Staatskanzlei bekamen die Umweltgruppe und die UmweltsprecherInnen des Dientzenhofer-Gymnasiums im Rahmen ihres zweitägigen Umweltbildungsseminars in der Frankenakademie Schloss Schney: Staatssekretärin Melanie Huml bedankte sich bei ihrer Begrüßung für die Einladung zu der interessanten Fortbildungsveranstaltung und betonte, dass in Bayern diese hohe Intensität des tagtäglichen Arbeitens für die Umwelt sehr selten sei. Das DG nehme dabei eine Vorreiter- und Vorbildfunktion ein, die auch das Schulprofil präge. Stellvertretend für das lange Engagement würdigte Melanie Huml vier Oberstufenschüler, die seit der fünften Klasse in der Umweltgruppe aktiv sind. Die Urkunde für hervorragendes Engagement im ökologischen Bereich erhielten Julian Dütsch, Florian Fischer, Johannes Graf und Julian Neubauer.
Die Staatssekretärin zeigte sich beeindruckt von der bisherigen Erfolgsbilanz des Dientzenhofer-Gymnasiums. Wörtlich sagte sie den über 90 jungen Umweltschützern: „Die Umweltpreise scheinen nur so auf euch herabzuregnen!“ Nach wichtigen Informationen zum Thema Wasser kürzte sie spontan ihre Rede ab, um mehr Zeit für die vorbereiteten Präsentationen zu haben.
Es folgte zunächst ein Überblick über die bisherigen Auszeichnungen des Dientzenhofer-Gymnasiums:

1997: Umweltschutzpreis der Stadt Bamberg
Modellschule für das Energie- und Wassersparprojekt der Stadt Bamberg, „Schülerinnen und Schüler managen ihre Umwelt“, Fifty-fifty-Projekt
1998: Träger des Naturschutzpreises der Kreisgruppe Bund Naturschutz
1999: Siegerschule im CO2-Wettbewerb gegen die Bundesregierung
2001: Einführung eines Umweltmanagementsystems nach EMAS, erfolgreiche Validierung als erste Schule in Oberfranken und als zweites Gymnasium in Bayern
2003: Zum 1. Mal Umweltschule in Europa, das DG konnte bisher 7 Mal in Folge diese begehrte Auszeichnung erreichen
2009: Einweihung des Energiesparometers durch den Oberbürgermeister der Stadt Bamberg
Energiesparmeister 2009 – Das beste Schulprojekt
Das DG schaffte es bei diesem bundesweiten Wettbewerb unter die 10 Finalisten

In der anschließenden Information über die Grundlagen für diese Erfolge wurden drei Aspekte hervorgehoben. An erster Stelle steht die Einrichtung eines Umweltmanagementsystems mit dem Ziel die Umweltsituation an der Schule kontinuierlich zu verbessern. Die Basis dieser Organisationsstruktur sind die UmweltsprecherInnen in jeder Klasse und die Umweltgruppe, in der sich über 30 SchülerInnen aus allen Jahrgangsstufen mit ökologischen Themen auseinandersetzen und unabhängig vom Unterricht Ideen entwickeln und umsetzen können. Dieses handlungsorientierte Engagement fördert die Entwicklung der Gestaltungskompetenz, die im Mittelpunkt der Bildung für nachhaltige Entwicklung steht und u.a. folgende zukunftsweisende Fähigkeiten umfasst: Vorausschauend denken können, interdisziplinär denken und handeln können, partizipieren können, Solidarität zeigen können sowie sich und andere motivieren können.
Ein weiterer Baustein für die zukunftsfähige umweltgerechte Entwicklung am DG ist die systematische Zusammenarbeit mit außerschulischen Unternehmen und Einrichtungen. Hier ist besonders die langjährige Kooperation mit dem Umweltamt der Stadt Bamberg hervorzuheben. Aber auch die zuverlässige Unterstützung von Herrn Dr. Trautmann-Popp, der durch seinen plötzlichen Tod eine tiefe Lücke hinterlassen hat, führte zu vielen ökologisch wertvollen gemeinsamen Projekten. Ganz aktuell bietet unsere jüngste Partnerschaft mit der Firma Schott Solar – ein global erfolgreiches Unternehmen auf dem Gebiet der Solarenergie – den SchülerInnen wichtige Einblicke und Anregungen.
Der dritte Pfeiler sind die kontinuierlichen Fortbildungen. Dazu gehören die aktuellen Informationen bei den regelmäßigen Treffen der UmweltsprecherInnen sowie Vorträge von Experten, u.a. zum Thema Klimaschutz und Klimawandel. Die zahlreichen positiven Rückmeldungen unterstreichen aber die wichtige Rolle des zweitägigen Umweltbildungsseminars, das jedes Jahr mit unterschiedlichen thematischen Scherpunkten angeboten wird, z.B. Gesunde Ernährung mit regionalen Produkten, Erneuerbare Energien in Bamberg und Einfälle statt Abfälle.
Das diesjährige Seminar zu dem Thema „Wasser – eine wertvolle Ressource“ erhielt natürlich durch den Besuch von Frau Huml eine besondere Aufwertung, die gleich zu Beginn betonte, dass die Einladung zu dieser Veranstaltung eine große Ehre und natürlich auch Freude für sie sei. Es folgte ein abwechslungsreiches, anspruchsvolles Programm: Der DG-Chemiker Marco Hartmannn erläuterte das Wasser aus chemischer Sicht, DG-SchülerInnen präsentierten den globalen Wasserkreislauf und beschrieben das Problem des virtuellen Wassers mit beeindruckenden Zahlen: 10 Liter Produktionswasser für 1 DIN A4-Blatt, 11 000 Liter für die Herstellung von einer Jeans und 15 000 Liter für 1 Kilo Rindfleisch. Nach den Präsentationen der Ergebnisse der Arbeitskreise nahm sich die Staatssekretärin genügend Zeit für Fragen der SchülerInnen und hatte auch ein offenes Ohr für ökologische Schwachstellen, die natürlich auch an einer engagierten Umweltschule immer wieder auftreten. Es ist aber ein Zeichen eines gut funktionierenden Umweltmanagements, diese Probleme zu erkennen, sich gezielte Maßnahmen zu überlegen und dann zu überprüfen, ob die gewünschten Veränderungen erreicht wurden. Das Energiesparometer am DG eröffnet in diesem Zusammenhang innovative Möglichkeiten!
Der fast dreistündige Besuch der Staatssekretärin zeigte die hohe Wertschätzung unserer langjährigen Umweltarbeit und verstärkte sicher auch die Motivation für die Durchführung neuer Projekte, die natürlich schon in der Schublade liegen:
  • Angebot regelmäßiger ZfU (Zeit für Umwelt)- Stunden
  • Einrichtung eines Ökologischen Lehrpfads
  • Intensive Verankerung der Bildung für nachhaltige Entwicklung in die Unterrichtspraxis. Der G8-Lehrplan bietet mit Profilstunden und P-Seminaren neue Möglichkeiten der Umweltbildung am DG. Das P- Seminar „Erneuerbare Energien“ organisiert z.B. eine Exkursion zu diesem Thema im Raum Bamberg“ für eine 10. Klasse und arbeitet an der Herausgabe eines Exkursionsführers, der immer wieder sinnvoll eingesetzt werden kann.
  • Bessere Vernetzung mit anderen Schulen








 
Weitere Impressionen:




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