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Umweltbildungsseminar 2011

Zukunftsorientierte Mobilität-
wir bewegen was

 
Dienstag, 5. April, Haltestelle Rodelbahn -                                                                                  
Die Türen der Linie 918 öffnen sich und ein Schwung DGlerInnen mit Taschen und kleinen Rucksäcken macht sich auf den Weg zur Wolfsschlucht, wo inzwischen auch schon etliche Fahrräder stehen, mit denen die
UmweltsprecherInnen und die Umweltgruppe zu einer Fortbildung in die idyllisch gelegene Jugendherberge gekommen sind – passend   zum  Schwerpunkt des Seminars: Zukunftsorientierte Mobilität. Die zunehmende Verstädterung auch in Deutschland lässt dieses Thema immer wichtiger werden und fordert von den Stadtplanern der Zukunft ein ökologisches Umdenken.
Bei der Vorbereitung der Fortbildungsveranstaltung spielte die Zusammenarbeit mit externen Partnern der Stadt Bamberg eine große Rolle, besonders mit dem Stadtplanungsamt, das seit vielen Jahren daran arbeitet, das Radverkehrsnetz zu verbessern. Die zuständige Sachbearbeiterin Frau Dagmar Spangenberg informierte deshalb auch gleich zu Beginn über die wichtigsten Fakten zum Radverkehr in Bamberg. Sie hob hervor, dass der Radverkehr in der Weltkulturerbestadt mit 22% deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 10% liegt. Nach einem kurzen Überblick über die Radverkehrsbeschilderung sowie die Radinfrastruktur in Bamberg ging Frau Spangenberg detailliert auf die Situation in der direkten Umgebung des Dientzenhofer-Gymnasiums ein. Anhand von ausgewählten Fotos konnte sie zahlreiche Schwachstellen im Schulumfeld aufzeigen, die durch wichtige Hinweise der SchülerInnen aus ihrem Erfahrungsbereich auf dem Weg zum DG ergänzt wurden. So kommt es bei der Überquerung der Feldkirchenstraße vom Radweg auf der Universitätsseite zum Haupteingang der Schule immer wieder zu gefährlichen Situationen aufgrund der Unübersichtlichkeit durch parkende Fahrzeuge.
Nach einer kurzen Pause war es ein großes Anliegen des zweiten Referenten, Herrn Dr. Dieter Volk, Vorsitzender des VCD, Kreisgruppe Bamberg, mit den engagierten UmweltschützerInnen der Mittel- und Oberstufe über das Bamberger Verkehrs(un)wesen zu diskutieren. Nach seiner Meinung sind die Bamberger Verkehrsplaner sehr stark autoorientiert und denken zu wenig an die Radler und Fußgänger. Die Schnelligkeit für motorisierte Verkehrsteilnehmer scheint wichtiger zu sein als die Sicherheit der anderen.

Nachdem sich alle bei einem ausgiebigen und äußerst
schmackhaften Abendessen gestärkt hatten, beschäftigten sich in den anschließenden Abendstunden sechs Arbeitskreise mit verschiedenen Schwerpunkten der Mobilität. Aus aktuellem Anlass wurde zusätzlich das Thema Fukushima angeboten. Auf der Grundlage von Zeitungsartikeln der vergangenen Wochen erarbeiteten die SchülerInnen unter der Leitung von Florian Fischer und Julian Dütsch, beide KS 13, eine hervorragende Präsentation, die wesentliche Ursachen und Folgen dieser Atomkatastrophe klar und verständlich, auch für die jüngsten ZuhörerInnen darstellte.
Im Mittelpunkt dieser Präsentationen am nächsten Vormittag stand die Vorstellung der ausgearbeiteten konkreten Projekte zur Förderung des Radverkehrs am DG. Dabei konnten sich die Gruppen auf die Ergebnisse einer Befragung von SchülerInnen der verschiedenen Jahrgangsstufen im Rahmen einer Facharbeit des Leistungskurses Geographie stützen. Diese Arbeit zeigte, dass auf Kurzstrecken zwischen 1-5 Kilometer vor allem die Unter- und Oberstufe mit privatem Pkw an die Schule kommen. Deshalb sollten die Eltern der UnterstufenschülerInnen und die SchülerInnen der Q11/Q12 gezielt zu einer Veränderung ihres Mobilitätsverhaltens motiviert werden. Neben dem Fußverkehr und dem öffentlichen Verkehr muss dem Fahrrad eine zentrale Rolle zukommen. Zwei Aktionen wurden noch für dieses Schuljahr geplant und durchgeführt. Beim Projekt „Elterntaxi“ am 8. Juni erhielten alle Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto an die Schule fuhren, einen Busfahrschein sowie den neuen Radwegenetzplan von Bamberg und Umgebung. Die SchülerInnen und Lehrkräfte, die zu Fuß, mit dem Rad oder dem Bus kamen, wurden an diesem Tag mit kleinen Geschenken belohnt.

Am 1. Juli fand dann die Aktion
„FahrRad zur Schule“ unter dem
Motto„Radfahren macht Spaß, ist gesund und schont die Umwelt“ statt. Die federführenden Organisatorinnen Laura Schifferle, Luisa Pflaumer und Jula Walter betonten, dass durch positive Anreize umweltbewusstes Handeln belohnt werden sollte. Zum ersten Mal seit vielen Jahren gab es bei der Planung und Durchführung eine
Zusammenarbeit zwischen SMV und Umweltgruppe, weshalb Vera Löwenhaupt als Vertreterin der Schülermitverantwortung auch am Umweltbildungsseminar teilnahm.




Die Projekte zur Veränderung des Mobilitätsverhaltens wurden ergänzt durch die Planung konkreter Maßnahmen zur Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur in der direkten Umgebung des Dientzenhofer-Gymnasiums. Dabei stand die Sicherheit der Kinder und Jugendlichen an 1. Stelle. Deshalb wurden u.a. die Furtmarkierungen mit Roteinfärbung zur Kennzeichnung des Radwegs über der Parkplatzausfahrt des DG und der Uni Feldkirchenstraße nach einem Ortstermin am 17. 5. vom Stadtplanungsamt beantragt.
Wild geparkte Fahrräder auf dem Schulgelände zeigen zudem, dass Abstellmöglichkeiten für SchülerInnen und Lehrkräfte fehlen bzw. die Ausstattung der beiden vorhandenen Fahrradkeller in vielen Belangen nicht mehr zeitgemäß ist. Diese strukturellen Mängel sollen zur weiteren nachhaltigen Förderung des Radverkehrs am DG kurzfristig beseitigt werden.
Um möglichst viele zu motivieren, mit dem Rad an die Schule zu kommen, ist das Projekt „FahrRad zur Schule“ regelmäßig jedes Jahr geplant, denn es ist schließlich kein Geheimnis: Radfahren erspart der Umwelt Lärm, Schadstoffe und rund 140g Kohlendioxid pro Kilometer, schont den Geldbeutel, hält fit und bringt uns – zumindest im Stadtverkehr – schneller ans Ziel.













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