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Qualifikationsphase im G8

I. Zentrale Anliegen der neuen gymnasialen Oberstufe
In der Stundentafel werden Deutsch, Mathematik und die Fremdsprachen gestärkt.
Diese Fächer sind jetzt verpflichtende Abiturfächer.
Das Grundwissen, das in Unter- und Mittelstufe vermittelt wurde, wird erweitert, zentrale Kernkompetenzen werden gesichert.
Die Schülerinnen und Schüler können - nach Begabung und Neigung - aus einem bestimmten Fächerangebot ihrer Schule wählen und Schwerpunkte setzen, unter anderem bei der Wahl von zwei der fünf Abiturprüfungsfächer.
Wissenschaftsorientiertes sowie praxisbezogenes Arbeiten an einem Projekt sind Kennzeichen des Unterrichts in zwei Seminaren und Grundlage einer umfassenden Studien- und Berufsorientierung.

Qualifikationsphase
In der Qualifikationsphase, die die Jahrgangsstufen 11 und 12 umfasst, sammeln die Schülerinnen und Schüler Punkte für das Abiturzeugnis und qualifizieren sich damit für die Zulassung zur Abiturprüfung. Sie ist in vier Ausbildungsabschnitte unterteilt, die vier Schulhalbjahren entsprechen. Jeweils am Ende eines Ausbildungsabschnitts erhalten die Schülerinnen und Schüler ein Zeugnis über die erbrachten Leistungen.

II. Fächer
Pflichtbereich
Im Pflichtbereich wird eines der zentralen Anliegen der Oberstufe verankert: die Notwendigkeit soliden Grundwissens als Voraussetzung für die hohe Qualität des bayerischen Abiturs. Indem Wert auf Wesentliches gelegt und zu starke Spezialisierung vermieden wird, erhalten die Schülerinnen und Schüler eine zukunftsfähige Allgemeinbildung und werden zu lebenslangem Lernen befähigt.
Wahlpflichtbereich
In den Wahlpflichtfächern vertiefen die Schülerinnen und Schüler - entsprechend ihren individuellen Begabungen und Neigungen - naturwissenschaftliche, sprachliche, gesellschaftswissenschaftliche und künstlerische Kenntnisse und Fertigkeiten.
Der Wahlpflichtbereich ergänzt damit die bereits im Pflichtbereich angelegte umfassende Allgemeinbildung.
Profilbereich - freie Wahl zur individuellen Profilbildung
Die Schülerinnen und Schüler wählen weitere Fächer aus dem Wahlpflichtbereich oder dem Zusatzangebot der Schule (z. B. Chor, Psychologie, Astrophysik, Darstellendes Spiel). Hinzu kommen die beiden Seminare (siehe unten).
Der Profilbereich ermöglicht einerseits Schwerpunktsetzungen in den Naturwissenschaften, den Sprachen, im musischen oder gesellschaftswissenschaftlichen Bereich (z. B. mit Wahl eines Seminars aus dem Bereich Musik - zusätzlich zum Wahlpflichtfach Musik - und der Belegung des Zusatzangebots Orchester).
Andererseits können die Schülerinnen und Schüler ihren persönlichen Fächerkanon durch Wahl von Seminaren und Fächern aus unterschiedlichen Aufgabenfeldern verbreitern.
Während der Qualifikationsphase belegen die Schülerinnen und Schüler Pflicht- und Wahlpflichtfächer sowie Fächer zur individuellen Profilbildung. Im Mittelpunkt stehen die vierstündigen Kernfächer Deutsch, Mathematik und eine Fremdsprache, die für alle Schülerinnen und Schüler verpflichtende Abiturprüfungsfächer sind. Die weiteren Fächer werden zwei- bzw. dreistündig unterrichtet.

III. Abitur
Die Schülerinnen und Schüler legen das Abitur in fünf Fächern ab:
• verpflichtend sind Deutsch, Mathematik und eine Fremdsprache; dazu kommen zwei Fächer nach Wahl, darunter ein gesellschaftswissenschaftliches Fach (z. B. Geschichte und Sozialkunde, Geographie, Wirtschaft und Recht oder Religionslehre bzw. Ethik).
Die Abiturprüfung wird in Mathematik, Deutsch und einem weiteren Fach schriftlich und in den verbleibenden zwei Fächern mündlich durchgeführt.
Nicht zuletzt durch die Erweiterung auf fünf Abiturprüfungsfächer haben die Schülerinnen und Schüler weiterhin die Möglichkeit, Teile der Abiturprüfung individuell zu gestalten.

IV. Seminare
Eine Besonderheit der bayerischen Oberstufe sind die beiden Seminare im Profilbereich, die über drei Ausbildungsabschnitte - also eineinhalb Jahre - hinweg belegt werden. In ihnen werden inhaltliche, methodische und soziale Kompetenzen gefördert, die Voraussetzung für erfolgreiches Arbeiten an der Hochschule und in der Arbeitswelt sind. Zudem sorgen die Seminare durch außerschulische Kontakte für Einblicke in die wissenschaftliche und berufliche Praxis sowie für eine umfassende Studien- und Berufsorientierung. Die Seminare sind damit ein wichtiges Bindeglied an den Schnittstellen von Gymnasium und Hochschule bzw. Arbeitswelt.
Gestaltungsfreiheit für Schüler und Lehrkräfte
Das Konzept bietet sowohl für Schülerinnen und Schüler als auch für Lehrkräfte Gestaltungsfreiheit und fordert eine veränderte Die Schülerinnen und Schüler wählen ihre Seminare aus dem Angebot der Schule. Im Verlauf des Seminars arbeiten sie weitgehend eigenverantwortlich und selbständig.
Die Lehrkraft hat die Möglichkeit, das Seminar in Absprache mit der Schulleitung inhaltlich und methodisch eigenständig zu gestalten, da die Seminare inhaltlich nicht festgelegt sind und nicht als Abiturprüfungsfächer gewählt werden können.

Wissenschaftspropädeutisches Seminar (Propädeutikum)
Anleitung zum wissenschaftlichen Arbeiten
Das Wissenschaftspropädeutische Seminar ermöglicht forschendes Lernen. Es leitet im Rahmen eines übergreifenden Seminarthemas zu selbständigem wissenschaftlichen Arbeiten an, das in einem Hochschulstudium vorausgesetzt wird. Die Schülerinnen und Schüler erstellen eine individuelle schriftliche Seminararbeit zu einem Einzelaspekt des Rahmenthemas und präsentieren deren Ergebnisse.

Projekt-Seminar zur Studien- und Berufsorientierung
• Studien- und Berufsorientierung
Im Projekt-Seminar steht der Praxisbezug im Vordergrund. Die Schülerinnen und Schüler erhalten im Rahmen einer umfassenden Studien- und Berufsorientierung die Möglichkeit, sich über drei Ausbildungsabschnitte hinweg mit der eigenen beruflichen Zukunft auseinanderzusetzen. Sie erwerben das für eine verantwortungsvolle Studien- und Berufswahl nötige Orientierungswissen.
• Projektarbeit in der Gruppe
Vertieft wird die Studien- und Berufsorientierung durch die Arbeit an einem anwendungsbezogenen Projekt in der Gruppe. Der realitätsnahe Einblick in die Arbeitswelt wird durch die Einbindung externer Partner aus der gesamten Arbeitswelt (Wirtschaft, sozialer Bereich, Kulturbetrieb, Verwaltung, Kirchen, Hochschulen usw.) ermöglicht.
• Externe Kontakte
Die Rollen von Externen in den Projekten können - je nach Seminarkonzept - sehr unterschiedlich sein (Berater, Referent, Sponsor im weitesten Sinne, Auftraggeber, Auftragnehmer).

Mehr Informationen dazu finden Sie unter www.gymnasiale-oberstufe-bayern.de



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