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Schüleraustausch San Bonifacio


Italienische Gäste am DG

Vom 17.-24. März 2013 waren 23 italienische Schülerinnen und Schüler des Liceo Statale "Guarino Veronese" in San Bonifacio bei Verona mit zwei ihrer Lehrerinnen zu Gast im DG. Der Besuch fand im Rahmen des Comenius-Programms statt, mit dem der Austausch von Studenten und Schülern zwischen den Ländern Europas und projektbezogenes Arbeiten gefördert wird.

Die Gäste erwartete ein gut organisiertes, vielseitiges Programm, das mit seiner Mischung aus (Kennen-)Lernen, Spiel und Spaß allgemeine Zustimmung fand.

Nach der Begrüßung durch die Schulleitung und einen Rundgang durch die Schule kam ein erstes Highlight: gemeinsamer Unterricht bei Herrn Krahl, in dem italienische und deutsche Schüler in 2-Teams aus vorgefertigten Bausätzen einen Elektromotor zusammenbauen sollten. Dass dies keinem der Schülerpaare in den dafür vorgesehenen zwei Schulstunden vollständig gelang, hat niemandem die Stimmung verdorben – im Gegenteil (ein wenig Verdruss höchstens bei der Lehrkraft). Großen Zuspruch fand auch der nur für die italienischen SchülerInnen vorgesehen Deutschunterricht von Herrn Jacob.

Mit viel Interesse wurde die Besichtigung der Fertigungsstätten des Autozulieferers BROSE vor allem von den Auto-philen SchülerInnen aufgenommen. Ein ehemaliger DG-Schüler (!), jetzt bei Brose tätig, organisierte eine interessante und anschauliche Führung durch die Werkshallen, bei der sich die italienischen SchülerInnen vor allem von der Ordnung und dem hohen Grad der Automatisierung beeindruckt zeigten.
Professionell und anschaulich unterrichtete auch ein Mitarbeiter der Industrie- und Handelskammer die deutschen SchülerInnen und ihre Gäste über die wirtschaftliche Struktur von Ober- und Mittelfranken. Ein Vergleich mit dem Heimatgebiet unserer Besucher ergab viele Gemeinsamkeiten, aber auch, was die mittelständische Industrie betrifft, Unterschiede. Eine weitere Erörterung dieser Themen soll beim Gegenbesuch unserer SchülerInnen in San Bonifacio erfolgen.


Kultur war angesagt auf der Reise nach Bayreuth. Die Opern-Fans aus Italien hörten und sahen gerne, was man ihnen über den "deutschen Verdi (!)" Richard Wagner erzählte und von ihm zeigte. Interessant war die Besichtigung des Festspielhauses auf dem grünen Hügel, von außen und von innen. Beim Anblick der hölzernen und engen Bestuhlung beneideten jedoch wohl die wenigsten die Bundeskanzlerin als Festbesucherin, wenn sie, ihre schöne Abendrobe zerknitternd, fünf Stunden lang auf einem brettharten Sitz die Götterdämmerung über sich hereinbrechen lassen muss.
Nach einem kurzen Ausflug zur Eremitage, deren sonst herrliche Gartenanlagen sich leider noch kahl und teilweise schneebedeckt zeigten, wandelten wir in der Innenstadt trotz des einsetzendem Schneefalls tapfer weiter auf Wagners Spuren bis zum Haus Wahnfried, wo der musikalisch-kulturelle Teil der Bayreuth – Exkursion sein Ende fand.
Gut gefiel die Besichtigung des Bayreuther Brauerei-Museums, wo zwei sehr kundige und gut gelaunte Führerinnen die Schüler in die Geheimnisse der Bierbrauerei einweihten. Mit Spannung wurde die sich anschließende Bierverköstigung erwartet. Der Geschmack alkoholfreien Biers, für viele Schüler sicherlich ein Novum.

Würzburg war das Ziel eines weiteren gemeinsamen Ausflugs. Die Gäste waren beeindruckt von Balthasar Neumanns herrlicher Residenz und stellten bei der Besichtigung überrascht und stolz fest, welch wunderschöne Fresken, den "Himmel auf Erden", ihr großer Landsmann Giovanni Battista Tiepolo vor 250 Jahren an die Decke des Treppenhauses gemalt hat. Ein abrupter Übergang von der Kunstbetrachtung zum urbanen Sight-seeing und Shopping-Bummel duch die Innenstadt tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Auch war niemand böse, als die Lehrer angesichts des kalten und ungemütlichen Wetters eine mit weiterem Fußmarsch verbundene Besichtigung der Wallfahrtskirche Käppele spontan absagten. Im Gegenteil! Schließlich brachte der Bus die Ausflügler wieder nach Bamberg zurück, wo die Gastgeber wie jeden Abend ihre Gäste bereits erwarteten.

Gelegenheit zu Spiel und Spaß gab es auch beim großen Bowling-Abend. Wir hatten 11 Bahnen angemietet, auf denen jede Gruppe ihren eigenen Wettkampf austrug. Die Gäste und auch ihre Begleiterinnen machten begeistert mit.

Lehrreich und zu Vergleichen anregend war für die Gäste auch die Teilnahme am regulären Unterricht  in mehreren Klassen. Die sie begleitenden italienischen Kolleginnen waren sehr beeindruckt und lobten die "hohe Professionalität" des Lehrkörpers, was hiermit gerne weitergegeben werden soll. Es wurde angeregt, für diesen gemeinsamen Unterricht in Zukunft noch mehr Zeit vorzusehen.


Für die beiden Lehrer-Kolleginnen gab es ein eigenes Abendprogramm. Mehrere deutsche Kolleginnen und Kollegen hatten sich bereit erklärt, die Italienerinnen jeweils einen Abend bei sich aufzunehmen und zu bewirten. Die Gäste waren sehr dankbar dafür, wurde ihnen doch auf diese Weise ein wenig deutscher Alltag vermittelt.

Das Verhältnis zwischen den italienischen Schülerinnen und Schülern und ihren deutschen Gastgeberfamilien war herzlich und von Verständnis für den Anderen getragen. Freundschaften wurden geschlossen. Sie sollen beim Gegenbesuch in diesem April noch vertieft werden. Der alte Herr Comenius kann zufrieden sein.

Marion Waechter




 








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