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Ein Domturm wird vermessen

Über Herrn Riedel erhielt die Klasse 7b am 22.07.2014 die Möglichkeit, die Höhe des Südturms am Bamberger Dom mittels Richtungssatzmessung und Streckenmessung zu bestimmen. Herr Riedel ist Ausbildungsleiter am ALE in Bamberg. ALE ist die Abkürzung für das Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken, das sich in der Nähe der Nonnenbrücke befindet.
Wem Richtungssatzmessung im ersten Moment nicht so viel sagt oder vielleicht gar nichts, dann befindet er sich in derselben Situation wie die der begleitende Mathematiklehrer der Klasse 7b und alle seine 25 Schülerinnen und Schüler am Exkursionstag. Damit sich unser Unwissen in Wissen verwandeln sollte, hatte sich die ALE ein sehr gut durchdachtes Gesamtkonzept überlegt.
Als erstes wurden wir durch den stellvertretenden Amtsleiter in einem großen Fortbildungsraum innerhalb der ALE begrüßt. Der Beamer lief, Getränke standen bereit, wie bei einem echten Meeting. Der Ausbildungsleiter Herr Riedel hat eine knappe Stunde lang die wichtigsten Begriffe der Vermessungstechnik anschaulich vermittelt. Begriffe wie Theodolit, Nivellierlatte, Nivellement, Höhenausgangsfläche, Horizontierlibelle und viele mehr, welche die Schüler später in der Praxis am Domplatz aktiv brauchen würden, wurden den Schülern im Wechsel mit kleinen praktischen Übungen nahegebracht. Natürlich wurden in diesem Zusammenhang auch die zentralen Aufgaben des ALE dargestellt. Ziel der Mitarbeiter dieses Amtes ist es, zusammen mit den Gemeinden und ihren Bürgerinnen und Bürgern im ländlichen Raum die Lebens-, Wohn- und Arbeitsbedingungen durch Dorferneuerung und Flurneuordnung zukunftsgerecht zu gestalten.
Dann ging es zu Fuß zum Domplatz – das Wetter war perfekt zum Vermessen geeignet – nicht zu kalt, nicht zu warm und trocken, ganz im Gegensatz zu den vorhergehenden Tagen – der Wettergott muss ein Freund der Geodäsie sein.
Am Domplatz angekommen, warten dort bereits drei !! weitere Mitarbeiter des ALE. Sie hatten in einem Kleintransporter alle notwendigen Materialien zum Vermessen eines Bauwerks zum Treffpunkt gebracht. Die Schüler wurden in zwei Gruppen eingeteilt, so dass jede Schülerin und jeder Schüler mehr aktiv machen konnte und musste. Zudem gab es dadurch einen gewissen Wettbewerbscharakter, welches der beiden Teams die besseren Zwischenergebnisse und vor allem welches das genauere Endresultat erzielen würde. Jeweils zwei Mitarbeiter betreuten eine Gruppe, gaben Hinweise und unterstützen, die eigentliche Arbeit mussten die Schüler aber völlig eigenverantwortlich durchführen.
Und ich – ich war begeistert, welches Engagement die Mitarbeiter des ALE zeigten, um Schüler der 7. Jahrgangsstufe an ein sehr interessantes Berufsfeld heranzuführen. Gleichzeitig war ich angetan, wie begeistert sich meine Schülerinnen und Schüler von den abwechslungsreichen Aufgaben zeigten.
Ach ja und da war ja noch etwas – die Mathematik. Die wissenschaftliche Grundlage der Geodäsie ist die Mathematik. Die Schüler erlebten hautnah, welche Bedeutung die Mathematik, besonders die Geometrie in diesem attraktiven Berufsfeld besitzt. Das Handwerkszeug Mathematik wurde einfach benutzt, ohne darüber zu lästern oder zu schimpfen. Nach dem Vermessen und präzisem Protokollieren kam die mathematische Auswertung – in der 10. Jahrgangsstufe wären jetzt Sinus und Cosinus die geeigneten Hilfsmittel gewesen, in der 7. Jahrgangsstufe waren es Konstruktionen nach den Kongruenzsätzen.
Welche Gruppe hat das bessere Endresultat erzielt? Die Gruppe, die alle Mädchen der Klasse beinhaltete.
Wir, die Klasse 7b (SJ 2013/14) des Dientzenhofer-Gymnasiums und ihr Mathematiklehrer, bedanken uns für diesen erlebnisreichen Schultag, der einmal ganz anders ablief. Der Dank gilt den Mitarbeiter des ALE, die Vorort die Schüler betreuten, der Leitung des ALE, die diesen Tag genehmigte und vor allem Herrn Riedel, der den Gesamttag organisiert hat.
Es ist den Bildern deutlich zu entnehmen, dass es den Schülerinnen und Schüler bei aller Präzision sichtlich Spaß gemacht hat.
Der ein oder andere potentielle zukünftige Geodät könnte dabei gewesen sein. Übrigens - wir wissen nun auch, dass man Vermessen sogar studieren kann.

StD T. Platzöder



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